In einem Brief an die Kammer hat er unter anderem dazu aufgefordert,
nicht mehr verstärkt öffentlicht über die Getreideheizung zu berichten –
vor allem nicht in Zusammenhang mit Brot- oder Futtergetreide. Bisher wird
auf der Düsse die Verbrennung von Abfallgetreide getestet. Doch bei den
derzeitigen Ölpreisen sei, so Experten auch eine Verbrennung von normalen
Getreide, wie Weizen, wirtschaftlich. Um einen Liter Öl (Preis: rund 70
Pfennig) zu ersetzen sind 2,2 Kilo Weizen (Preis: 46 Pfennig) notwendig.
Der Vorstoß Grieses stehe in direktem
Zusammenhang mit einem Brief des Naturschutzbundes BUND-Landesverbandes
NRW, an Griese, heißt es in Düsseldorf. Dieser macht darin offiziell
ethische Bedenken gegen das Verheizen von Getreide geltend.
Inoffiziell geht man in Düsseldorf aber davon aus, dass es dem BUND
weniger um ethische Bedenken geht. Vielmehr hätten Vertreter des BUND die
Befürchtung geäußert, dass durch den Anbau von Getreide zum Verheizen dem
Naturschutz Flächen verloren gehen würden. Bisher sind Landwirte dazu
verpflichtet, zehn Prozent ihrer Flächen brach liegen zu lassen (was die
meisten Bauern auch tun) oder sie alternativ mit nachwachsenden Rohstoffen
wie Raps zu bebauen. Werde die Getriedverheizung salonfähig, so Kritiker,
würden vermehrt Flächen für den Energie-Getreidanbau genutzt.
Mehr im Internet: www.duesse.de, www.getreideheizung.de